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Kristallglasuren
Kristallglasuren
sind
Glasuren, bei denen im Brand Kristalle wachsen. Sie
entstehen beim Abkühlen der Glasuren. Man kann das mit dem Wachsen
von Kandiskristallen vergleichen. Auch hier bilden sich nach dem Auflösen
von Zucker in heißem Wasser beim Abkühlen Kristalle aus.
Für das Entstehen von Kristallen auf der keramischen Oberfläche
sind neben dem Versatz, die Dicke der Glasur, Art des Glasurauftrages,
Aufheizgeschwindigkeit, Maximaltemperatur und -zeit, Auswahl der Rohstoffe
und sogar die "Tonsorte" aus der die Keramik hergestellt
wurde von Bedeutung. Vor langer Zeit, als der Chemismus von Glasuren,
geschweige von Kristallglasuren noch unbekannt und die Glasurrohstoffe
nur in stark schwankender Qualität zur Verfügung standen,
wurde so manches Gefäß, dass eine Kristallglasur zierte
mit Gold aufgewogen. Gute Ergebnisse von Kristallglasuren waren sehr
selten, und von einer Reproduzierbarkeit konnte damals noch keine
Rede sein. Trotzdem oder gerade dshalb wurde diese Art von Glasuren
von vielen Keramikern als besonders faszinierend empfunden, und so
mancher erlag dem Reiz von schimmernden Kristallen, die geheimnisvoll
in immer neuen Ausformungen in der Glasur zu schwimmen schienen. Nach
Torsten Kallweit. |
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